Am 27. Januar ist Holocaust-Gedenktag. Der Arbeitskreis Stolpersteine, das Stadtmuseum/Stadtarchiv und das Theater Baden-Baden rufen dazu auf, in diesen Tagen an die Opfer des Nationalsozialismus zu denken – ganz konkret auch an Menschen, die in Baden-Baden ausgegrenzt und verfolgt wurden. Das Theater Baden-Baden war ebenfalls von der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und dem unmittelbar danach einsetzenden Ausbau zur Diktatur betroffen. Sehr zeichenhaft steht dafür die Entlassung des Theaterdirektors Robert Klupp, weil er mit einer Jüdin verheiratet war, im März 1933 und die Umbenennung des Platzes vor dem Theater in Adolf-Hitler-Platz am 24.3.1933.

Gedenken kann auch ganz praktisch funktionieren:  Mit Metallputzmittel, einem Scheuerschwamm und etwas Wasser können die Messingoberflächen der Stolpersteine wieder auf Hochglanz gebracht werden, damit die eingravierten Namen und Schicksale der Verfolgten besser sichtbar werden. Nehmen Sie einfach eine kleine Putzausrüstung mit auf Ihren Wochenend-Spaziergang!

Mehr zu den Verfolgten Baden-Baden können Sie im digitalen „Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden-Baden“ unter  www.gedenkbuch.baden-baden.de nachlesen. Dort erfahren Sie nicht nur wo und für wen bereits Stolpersteine verlegt wurden, sondern können die Lebensgeschichten und Schicksale der betroffenen Männer, Frauen und Kinder nachlesen.

Die nächste Stolpersteinverlegung wird am 17.3.2023 stattfinden. Spenden dafür sind herzlich willkommen.  Für 120.- Euro kann man die Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Aber auch kleinere Beiträge – etwa für die Finanzierung von Besuchen Angehöriger – sind hilfreich

SPENDENKONTO der Baden-Badener Initiative:

Sparkasse IBAN: DE25 6625 0030 0000 0108 68; BIC SOLADES1BAD
Volksbank IBAN: DE92 6619 0000 0085 1032 45; BIC GENODE61KA1

Als Verwendungszweck bitte „Stolpersteine“ angeben, der Empfänger ist das Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden. Gerne stellen wir auf Wunsch Spendenquittungen aus.