geb. 16. Juli 1904 in Weyer (St. Goarshausen)

Kinder:

Ackermann, Ferna

Beruf:

Viehhändler, Synagogendiener

Adressen:

Büttenstraße 5 (von Weyer (St. Goarshausen) kommend, 1936)
Stephanienstraße 5 (1936-1939)

Weiteres Schicksal:

Am 12. April 1939 Emigration nach London

Bild(er):

Simon Ackermann trat im März 1936 in Baden-Baden die Stelle als Synagogendiener an. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen.
Im August 1937 wurde Ackermann von einer "arischen" Angestellten des Hotels Thannhäusser bei der Gestapo Baden-Baden wegen "tätlicher Beleidigung" (anzügliche Bemerkungen sexueller Art) denunziert und vom Amtsgericht Baden-Baden zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Das Urteil wurde im Jahre 1949 in einem Wiederaufnahmeverfahren aufgehoben.

Im September 1938 verweigerte die NSV die Erbringung von öffentlichen Fürsorgeleistungen für Simon Ackermann. Nach der Reichspogromnacht war Ackermann vom 11. November bis 8. Dezember 1938 im KZ Dachau inhaftiert.

Quellen/Literatur:

StABAD A23/45; StABADA24/705; StABAD A5/Meldekarte; StAF F 196/1 Nr. 1490; StAF P 303/4 Nr. 353; StAF F 175/1 Nr. 422