geb. 24.04.1880 in Ostrow (Ostrowo, Polen), gest. 30.03.1943 in Majdanek
Kaufmann
(1903-1905)
Lange Straße 57 (von Frankfurt kommend, 1911)
Wilhelmstraße 2 (1911-1915, nach Konstanz)
Bäderstraße 2 (von Konstanz kommend, 1915-1916)
Sophienstraße 8 (1918-1919)
Lichtentaler Straße 5 (1919-1939)
Kaiser-Wilhelm-Straße 1 (1939, nach Berlin)
Am 28. März 1942 Deportation von Berlin ins Ghetto Piaski (Polen), in Majdanek am 20. März 1943 (amtlich festgesetzter Todeszeitpunkt) ermordet
Arthur Bergmann lebte von 1919 bis 1939 in der Lichtenthaler Straße 5, wohin seine Ehefrau Henriette, aus Darmstadt kommend, 1921 zuzog. Er betrieb das Wäsche-und Modehaus Hofmann & Söhne und war Eigentümer der Wohnanwesen Lichtenthaler Straße 5 und Rettigstraße 12, die er beide 1938 unter Druck veräußern musste. Die beiden Söhne Rolf und Kurt emigrierten am 25. April 1937 mit einem Kindertransport nach London und in der Folge weiter nach Montreal, Kanada. Nach der Reichskristallnacht 1938 wurde Arthur Bergmann kurzfristig ins KZ Dachau deportiert, 1939 übersiedelte er mit seiner Ehefrau nach Berlin. Bemühungen um Auswanderung nach Holland bzw. in die USA wurden nach einer Betriebsprüfung und der Feststellung beträchtlicher Steuerschulden – so zumindest die offizielle Begründung – im März 1940 gestoppt. Am 28. März 1942 wurden beide Eheleute zunächst in das Ghetto Piaski, Polen, deportiert und dann in das Vernichtungslager Majdanek, wo beide am 30. März 1943 (amtlicher Todeszeitpunkg) ermordet wurden.
StABAD A23/45; StABAD A5/Meldekarte; HStAS 99/001; StAF F 166/3131; StAF P 303/4 Nr. 296; Gedenkbuch Bundesarchiv
Hier wohnte
ARTHUR BERGMANN
JG. 1880
UMZUG 1939 NACH BERLIN
DEPORTIERT 1942 GHETTO PIASKI
ERMORDET 1943 MAJDANEK
Stolperstein Lichtentaler Straße 5, verlegt am 21.05.2025