geb. 12.09.1910 in Baden-Baden, gest. 11.09.1974 in Seebach

Beruf:

Kaufmann

Adressen:

Seelachstraße 8 (1910-1951)
Dimpfelbachstraße 20 (1951-1974)

Angestellter bei der Konsumgenossenschaft Baden-Baden, 1933 Filialleiter. 1931 Gründung einer Ortsgruppe der Sozialistischen Arbeiterjugend in der Stadt, Mitglied der SPD, im Vorstand der SPD-Ortsgruppe Baden-Baden. 1934 Mitglied der Ortsgruppe Baden-Baden der verbotenen KPD, Verteiler verbotener Druckschriften. Am 15. Mai 1935 wegen Vorbereitung zum Hochverrat festgenommen. Im Gefängnis Schwäbisch Hall bis zum 7. Februar 1938 inhaftiert. Wollte nach seiner Entlassung wieder bei der Konsumgenossenschaft arbeiten. Traf mit dem Direktor des Arbeitsamtes, Ullmrich, eine Vereinbarung, dass Falk in die SA eintrete und damit signalisiere, dass er "unter Kontrolle" sei. Beitritt erfolgte im August 1938. Dennoch unterhielt Kurt Falk weiterhin Kontakt mit alten Sozialdemokraten. Seine SA-Mitgliedschaft bot nach 1945 Anlass für die Wiedergutmachungsbehörde, für Kurt Falk die Betreuungsleistungen für die Opfer des Nationalsozialismus einzustellen, was zu heftigen Protesten führte. Kurt Falk verstarb 11. September 1974 in Seebach, Schwarzwald.

Quellen/Literatur:

StABAD A5/Meldekarte; STAF F 196/2 Nr. 811

Metzinger, Adalbert: Menschen im Widerstand. Mittelbaden 1933-1945, Ubstadt-Weiher 2017, S.36.