geb. 19.02.1875 in Nonnenweier (Lahr), gest. 02.05.1958 in Baden-Baden
Frank, Lina, geb. Beck
Wohl, Margarete, geb. Frank
Frank, Lotte, verh. Förster
Fremerstbergstraße 35 (aus Mühlhausen kommend, 1929)
Gernsbacher Straße 82 (1920-1926)
Hochstraße 10 (seit 1926)
Max Frank betrieb in der Lange Straße 71 das Großversandhaus Max Frank mit Einzelhandelsbetrieb. Dieses musste im November 1938 gemäß der Verordnung „Entjudung der Wirtschaft“ geschlossen werden. Am 02. Dezember 1938 stellte seine Tochter Margarethe,"Mischling 1. Grades", den Antrag auf Weiterführung des Geschäfts unter dem Firmennamen Margarete Frank, Textilwarenversand Baden-Baden. Max Frank übergab ihr zu diesem Zweck sein bisheriges Geschäft als Schenkung. Auch unter dem neuen Namen und neuer Besitzerin litt das Geschäft stark unter den rassischen Boykottmaßnahmen der Baden-Badener Bevölkerung. Max Frank änderte mit Erlaubnis der Behörden seinen „arischen“ Vornamen Max in den semitischen Vornamen Dan um, um nicht den Zweitnamen "Israel" führen zu müssen. 1946 nahm Margarethe Frank, die inzwischen den Gerichtsreferendar Dr. Hans-Joachim Wohl geheiratet hatte, ihren Vater, nunmehr wieder mit seinem angestammten Vornamen Max, wieder in das Geschäft auf.
StABAD A23/45; StABAD A5/Meldekarte; StAF F 196/1 Nr. 211; Verfolgtenausweis für Max Frank