geb. 9. Februar 1901 in Schallstadt

Beruf:

Küfer

Erzählte am 1. Juli 1937 in der Wirtschaft "Zum Plätzer", Baden-Baden-Lichtental, von einer früheren Verurteilung in Müllheim, weil er sich wegen der üppigen Gehälter der Beamten beschwert hatte. Im Mittelpunkt seiner Kritik waren dabei die Minister gestanden, die er als "Lumpen" mit einem jährlichen Einkommen von "40.000 Reichsmark" tituliert hatte. Die ausführliche Schilderung des Prozesses unter Wiederholung der Vorwürfe nahmen zwei weitere Gäste der Wirtschaft zum Anlass einer Anzeige bei der Polizei. Nach längeren Ermittlungen gelang es, Adolf Müller ausfindig zu machen und ihn ab 18. Dezember 1937 in Polizeihaft zu nehmen. Am 8. April 1938 wurde er wegen Verstoßes gegen das Heimtückegesetz zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten, abzüglich von zwei Monaten U-Haft, verurteilt.

Quellen/Literatur:

GLAK 507 Nr. 2667