geb. 14.06.1869 in Gaggenau (Hörden), gest. 03.02.1944 in Auschwitz

Beruf:

Kaufmann

Adressen:

Sophienstraße 20 (von Hörden kommend, 1896-1926)
Sophienstraße 15 (1926-1929)
Sophienstraße 20 (1929-1938)
Ludwig-Wilhelm-Platz 5 (1938-1940)

Weiteres Schicksal:

22. Oktober 1940 Deportation nach Gurs; im Februar 1944 über das Sammellager Drancy nach Auschwitz transportiert und dort ermordet.

Bild(er):

Besitzer und Betreiber des "Wiener Basars" in der Sophienstraße 20, in der auch die Familie eine Sechs-Zimmer-Wohnung bewohnte. Nach erzwungener Aufgabe des Geschäfts im November 1938 Umzug in eine Zwei-Zimmer-Wohnung am Ludwig-Wilhelm-Platz 5, die von Sohn Hermann finanziert wurde. Sohn Rudolf war mit Familie 1938 in die USA ausgewandert, Sohn Hermann im gleichen Jahr nach Frankreich, wo er sich der Fremdenlegion anschloss.

Julius Nachmann wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert, am 22. Januar 1942 nach Noë, Departement Haute-Garonne, verlegt und am 17. August 1943 in das Altersheim in Montelimar verbracht. Im Februar 1944 über das Sammellager Drancy nach Auschwitz transportiert und dort am 3. Februar 1944 ermordet.

Quellen/Literatur:

StABAD A23/45; StABAD A5/Meldekarte; StAF P 303/4 Nr. 610; StAF F 166/3 Nr. 7871; StAF F 166/3 Nr. 2874; HStAS 99/001; Gedenkbuch Bundesarchiv
https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/article-swr-12268.html (Zugriff: 07.05.2020)
Schindler, Angelika: Der verbrannte Traum. Jüdische Bürger und Gäste in Baden-Baden, Baden-Baden ²2013, S. 34, 292 Anm. 15.

Hier wohnte
JULIUS NACHMANN
JG. 1869
DEPORTIERT 1940 GURS
ERMORDET 1942 IN AUSCHWITZ



Stolperstein Sophienstraße 20, verlegt am 04.11.2008