geb. 20. März 1907 in Baden-Baden

Beruf:

Feinmechaniker

Adressen:

Lange Straße 81 (bis 1935)

Inhaber eines Gemüseladens, verheiratet. Hatte schon am 17. November 1933 eine "ernstliche Verwarnung" der Gestapo erhalten, sein dummes Geschwätz zu zügeln. Am Vorabend des 1. Mais unterhielt er sich mit einem Händlerkollegen über die aktuelle politische Lage. Dieser empfahl ihm, auch im Hinblick auf den kommenden Tag der Arbeit, die Anschaffung einer Hakenkreuzfahne. Er denke gar nicht daran war die kurze Antwort, der noch Auslassungen über die "rote Woche" seiner Frau folgten, deren Hemd man auch als Flagge verwenden könne. Der Händlerkollege trug diese Äußerungen weiter. Das eingeleitete Verfahren wurde mit der Begründung, dass Aussage gegen Aussage stehe und der Vorfall sich in einem rein privaten Umfeld zugetragen habe, eingestellt.

Quellen/Literatur:

StABAD A5/Meldekarte; GLAK 507 Nr. 6184