geb. 19.01.1892 in Baden-Baden, gest. 26.06.1958 in Lübeck

Ehepartner:

Zeller, Gustav

Eltern:

Schmeckenbecher, Christiane, geb. Heybach
Schmeckenbecher, Karl

Beruf:

Weißnäherin

Adressen:

Burgstaffeln 1 (von Niederbühl kommend, 1924-1927, nach Niederbühl)
Burgstaffeln 1 (von Niederbühl kommend, 1928-1929)
Balzenbergstraße 92 (1929-1936, nach Bühlerhöhe)
Balzenbergstaße 92 (von Bühlerhöhe kommend, 1936-1937, nach Bad Rppoldsau)
Balzenbergstaße 92 (von Bad Rippoldsau kommend, 1937-1938, nach Lübeck)

Seit 1918 Mitglied der SPD, Führerin der SPD-Frauengruppe der Ortsgruppe Baden-Baden, organisierte in ganz Mittelbaden Frauenversammlungen der SPD. Kritisierte am 10. März 1936 im Kassenvorraum des Arbeitsamtes Baden-Baden, in dem sie mit weiteren 25 Personen auf die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung wartete, dass im 3. Reich nichts besser geworden sei, woraufhin sich eine lebhafte Diskussion entwickelte. Der Vorfall gelangte zur Kenntnis der Kriminalpolizei, die allerdings erst nach Anordnung der Strafverfolgung durch das Reichsjustizministerium ein Verfahren einleitete. Am 20. Juli 1936 wurde Lina Zeller wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt; die Strafe am 9. Oktober 1938 jedoch erlassen.

Quellen/Literatur:

StABAD A5/Meldekarte; GLAK 507 Nr. 1950-1951